Aktuelle Beiträge zum Weinhandel und Weinanbau

Informationen von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, Rechtsanwälten

Willkommen im Blog zum Weinhandel und Weinanbau

Statistik Weinbau in Bayern 22.03.2016

|

Sehr geehrte Damen und Herren,

die bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau hat die zum 31.07.2015 erhobenen Strukturdaten in Bezug zu den Daten der Vorjahre gesetzt und deren Entwicklung dargestellt.

Die Statistik steht Ihnen hier zum Download bereit.

Freundliche Grüße

Michael Sabisch

Steuerberater, Dipl.-Kfm.

Achtung Personengesellschaften! 23.02.2016

|

Winzer sind zunehmend auch gewerblich tätig. Ein Weinbaubetrieb begründet damit einfach einen weiteren, neben dem Weinbau, stehenden Betrieb. Bei landwirtschaftlichen Personalgesellschaften ist das anders: Zusätzliche gewerbliche Einkünfte können zu erheblichen Steuerschäden führen. Denn hier greift eine Sondervorschrift des Einkommensteuergesetzes, nach der eine Gesellschaft, die auch gewerbliche Einkünfte erzielt, steuerlich nur ein einheitlicher Gewerbebetrieb ist.

Diese Steuerregelung – auch als Abfärbe- oder Infektionstheorie bezeichnet – bewirkt, dass gewerbliche Einnahmen zu einer Umqualifikation des landwirtschaftlichen Betriebes führen, mit allen damit verbundenen steuerlichen und außersteuerlichen Konsequenzen.

Bislang sah eine uneinheitliche Rechtsprechung geringfügige gewerbliche Einnahmen von bis zu 1,25 % des Gesamtumsatzes als unschädlich an. Diese Grenze hat der Bundesfinanzhof (BFH) nun präzisiert und eine klare Bagatellregelung geschaffen. Gewerbliche Einnahmen einer Landwirtschaftsgesellschaft führen dann nicht zur Annahme eines einheitlichen Gewerbebetriebes, wenn die Einnahmen relativ 3 % des Umsatzes und absolut 24.500 € netto nicht übersteigen. Eine Rolle stellt dabei allerdings noch die Art der Aktivität.

Betreibt die Gesellschaft eine Photovoltaikanlage, sind Stromeinnahmen bis zu 24.500 € unschädlich. Bei landwirtschaftsnahen gewerblichen Leistungen oder Umsätzen mit Zukaufsprodukten ist vor Anwendung der Bagatellregelung noch die Drittelumsatzgrenze zu prüfen. Machen die gewerblichen Einnahmen regelmäßig ein Drittel des Gesamtumsatzes aus und liegen über 55.000 €, drücken sie dem Weinbaubetrieb den Stempel eines Gewerbebetriebes auf.

Dipl. Kfm. Michael Sabisch

– Steuerberater -

Weinbauverfügung 2015/2015 09.12.2015

|

Downloaden Sie hier die aktuelle Weinbauverfügung 2014/2015

Export von Wein in EU-Mitgliedsstaaten 11.11.2015

|

Sehr geehrte Damen und Herren,

downloaden Sie hier Informationen zum Thema Weinlieferungen in andere EU-Länder

Export von Wein in EU-Mitgliedsstaaten

Verbrauchssteuer

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mafo-News 2. Quartal 2015 10.08.2015

|

Sehr geehrte Damen und Herren,

downloaden Sie hier die aktuellen Übersichten zu den Einkäufen privater Haushalte im Handel in Deutschland.

 

Prämie für Junglandwirte 24.07.2015

|

Junglandwirte können laut Reform der GAP ab 2015 eine Förderung in Form von Direktzahlungen beantragen. Um in deren Genuss zu kommen, gilt es allerdings, einige Voraussetzungen zu erfüllen.

 Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union sieht für 2015 eine weitere Förderung

der Landwirte und der ländlichen Regionen vor. Mit der Mehrfachantragstellung kann neben der Basisprämie, der Greeningprämie und der Umverteilungsprämie auch die sogenannte Junglandwirteprämie beantragt werden. Hier geht es unter Umständen um viel Geld: bis zu knapp 20.000 Euro in fünf Jahren als Direktzahlungen. Doch welches sind die Anspruchsvoraussetzungen bei Gesellschaften und was gilt es zu beachten?

Als Junglandwirte (JLW) gelten natürliche Personen, die

  • sich erstmalig in einem landwirtschaftlichen Betrieb als Betriebsleiter niederlassen oder sich fünf Jahre vor der erstmaligen Beantragung als Betriebsleiter in einem landwirtschaftlichen Betrieb niedergelassen haben und
  • im Jahr der erstmaligen Beantragung nicht älter als 40 Jahre sind.

Grundsätzlich kann nicht nur eine natürliche, sondern auch eine juristische Person (GmbH) oder ein Zusammenschluss von natürlichen Personen, zum Beispiel eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), einen Antrag auf Zahlung der Junglandwirteprämie stellen.

Folgende Voraussetzungen sind dabei zu erfüllen:

  • Der Betriebsinhaber hat ein Anrecht auf die Basisprämie und die damit in Zusammenhang stehenden Zahlungsansprüche aktiviert.
  • Der Junglandwirt kontrolliert den Betrieb mindestens über den Zeitraum der Antragstellung als Betriebsleiter wirksam und langfristig in Bezug auf Betriebsführung, Gewinne und finanzielle Risiken.
  • Sind am Vermögen der Gesellschaft oder der Betriebsführung mehrere natürliche Personen beteiligt, die

nicht Junglandwirte sind, muss der JLW allein oder mit anderen gemeinschaftlich die Kontrolle ausüben.

  • Im Jahr der erstmaligen Beantragung darf der JLW nicht älter als 40 Jahre sein.

Was bedeutet das in der Praxis?

Im Gesellschaftsvertrag muss der Junglandwirt entweder über die Kapitalmehrheit verfügen, oder es sind ihm Vetorechte für die wesentlichen betrieblichen Entscheidungen eingeräumt. Der Junglandwirt muss außerdem sowohl Gesellschafter als auch Geschäftsführer in der Gesellschaft/Personenvereinigung sein. Falls weitere Personen zur Geschäftsführung befugt sind, bei denen es sich nicht um Junglandwirte handelt, ist sicherzustellen, dass diese ohne Einwilligung des JLW keine weitreichenden betrieblichen Entscheidungen vornehmen können. Zu denken ist hierbei an die Beschränkung von Rechtsgeschäften

über eine bestimmte finanzielle Höhe hinaus. Die Agrarverwaltung spricht hier von einer maximalen Obergrenze von 10.000 Euro.

Was ist nicht zulässig?

Ein Betriebsleiter, der zwar jünger ist als 40 Jahre, aber bereits vor 2010 als Betriebsleiter niedergelassen war und deshalb nicht mehr als Junglandwirt im Sinne der GAP 2015 gilt, kann allein durch eine Gesellschaftsgründung, zum Beispiel mit seiner Ehefrau, für seine Person nicht wieder den Status „Junglandwirt“ reaktivieren. Der Anspruch auf die Junglandwirteprämie wäre in diesem Fall gegebenenfalls

nur möglich, wenn in dieser Gesellschaft eine Person beteiligt ist, zum Beispiel die Ehefrau, die bezüglich

Alter, Betriebsleiter- und Niederlassungsstatus die Voraussetzungen erfüllt.

Bewirtschaftet ein Junglandwirt mehrere Betriebe – auch in verschiedenen Bundesländern – als Einzelunternehmen, erhält er nur für einen Betrieb die Junglandwirteförderung. Ebenfalls nur die einfache Förderung erhält ein Junglandwirt, der mehrere Betriebe – auch in verschiedenen Bundesländern

– in verschiedenen Rechtsformen (Einzelunternehmen, GbR, GmbH etc.) bewirtschaftet. Hier gilt die

Junglandwirteprämie für den Betrieb, auf dem er sich erstmals niedergelassen hat.

Insgesamt ist zu empfehlen, keine Schnellschüsse zu unternehmen. Der Erhalt von Zahlungen aus der Junglandwirteförderung ist das eine, ob die gegebenenfalls damit in Zusammenhang stehende Neugründung einer Gesellschaft oder die Änderung von bestehenden Gesellschaftsverträgen im Sinne der Beteiligten ist, ist die Kehrseite der Medaille. Hier gilt es abzuwägen.

In jedem Fall sollte vorab die Abstimmung mit dem zuständigen Amt für Landwirtschaft gesucht werden, denn dieses entscheidet schlussendlich darüber, ob die Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag die Anspruchsvoraussetzungen für die Junglandwirteprämie erfüllen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße

Michael Sabisch, Steuerberater, Dipl.-Kfm.

Handwerkerleistungen sind immer steuerfrei – was ist dran? 10.07.2015

|

Den Fiskus an der Modernisierung des Eigenheims oder an Reparaturen im Haushalt beteiligen, das klingt gut. Doch ist wirklich jede Handwerkerleistung absetzbar?

„O wie fein, o wie fein, der Glaser setzt die Scheiben ein “, so heißt es in einem bekannten Kinderlied. Doch stellt sich die Frage, ob er das auch immer steuerfrei tut. Sofern es sich nicht um einen Neubau, sondern um Renovierungs-, Erhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen in einem bestehenden Haushalt – ob Eigenheim oder Mietwohnung – handelt, lässt sich damit seit 2005 die Einkommensteuerlast drücken. Begünstigt sind auch Handwerkerleistungen in der alten und neuen Wohnung bei einem Umzug.

Zu den begünstigten Leistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen gehören beispielsweise:
• Arbeiten an Innen- und Außenwänden wie streichen oder verputzen
• Streichen/lackieren von Türen, Fenstern (innen und außen), Wandschränken, Heizkörpern und -Rohren
• Arbeiten am Dach, an der Fassade, an Garagen
• Reparatur und Wartung von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen
• Reparatur von Haushaltsgeräten
• Leistungen auf dem Grundstück wie etwa Garten- und Wegearbeiten

Allerdings ist nicht die gesamte Handwerkerrechnung von der Steuerschuld abziehbar, sondern nur 20 Prozent der Arbeitskosten (inklusive Mehrwertsteuer). Dazu zählen neben den Lohn- und Gerätekosten auch die Fahrtkosten und die Kosten für Verbrauchsmittel – beim Maler zum Beispiel die Klebebänder und Plastikplanen zum Abdecken. Dagegen bleiben die Kosten des vor Ort eingearbeiteten oder eingebauten Materials (etwa für die Farben oder die Fenster) außen vor. Zudem können die Steuerpflichtigen eines Haushalts pro Veranlagungsjahr zusammen höchstens 1.200 Euro absetzen.

Ganz wichtig: Der Steuerbonus wird nur gewährt, wenn auf der Rechnung die Arbeitskosten separat ausgewiesen sind und eine bargeldlose Zahlung auf das Konto des Auftragnehmers erfolgt. Zudem müssen die entsprechenden Nachweise beim Finanzamt vorgelegt werden.

Fazit
Sollten Zweifel bestehen, welche Leistungen steuerlich anrechenbar sind, sollten Betroffene am besten ihren Berater fragen.

Dipl. Kfm. Michael Sabisch
– Steuerberater -

International Accounting Bulletin Germany Survey 10.07.2015

|

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie auf den neu erschienenen International Accounting Bulletin Germany Survey aufmerksam machen, bei dem wir in der “Top 25 Firmen Liste” auf dem 8. Platz sind.

international-accounting-bulleting_country-survey-Germany

 

 

 

Minijob / Mindestlohngesetz 10.06.2015

|

Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund aktueller zollrechtlicher Überprüfungen, weisen wir noch mal ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen der Beschäftigung von Minijobbern und kurzfristig Beschäftigten auch das Teilzeit- und Befristungsgesetz gilt, wie für Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigte.

Das bedeutet, dass Minijobber und kurzfristig Beschäftigte die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte haben, insbesondere das Recht auf Lohnfortzahlung während dem Urlaub und Krankheit.

Der Mindesturlaub beträgt 4 Wochen, bei einer 5 Tageswoche.

Dementsprechend wäre der Urlaubsanspruch von Minijobber herunter zu rechnen, wenn diese 1-2 Tage die Woche bei Ihnen arbeiten (1/5 bzw. 2/5 Urlaubsanspruch von den gesetzlichen 4 Wochen). Genauso müsste auch bezahlt werden, wenn der Minijobber an diesen Tagen krank wäre.

Gewähren Sie als Arbeitgeber ihren anderen Vollzeitbeschäftigen einen höheren Urlaubsanspruch, dürfen die Minijobber und kurzfristig Beschäftigte aufgrund der Gleichbehandlung, ohne sachlichen Grund nicht benachteiligt werden. Ihnen steht dann auch ein entsprechend höherer Urlaubsanspruch zu.

Freundliche Grüße

Ihr ECOVIS-Team

Michael Sabisch                                 Nicolas Wucherer

Steuberater, Dipl.-Kfm.                      Rechtsanwalt

ECOVIS Agrar 09.06.2015

|

Sehr geehrte Damen und Herren,

downloaden Sie hier die neueste Ausgabe ECOVIS Agrar.

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Nächste